Allergiezentrum Schweiz Hilfe Allergien

Dr. Georg Schäppi, Geschäftsleiter von aha! Allergiezentrum Schweiz in Bern

Allergiezentrum Schweiz: Unbürokratische Hilfe bei Allergien & Intoleranzen

Wo bestehen aus Ihrer Sicht die größten Schwierigkeiten in der Gastronomie?

Als Gast hat man in der Schweiz das Recht den Wirt zu fragen, ob z.B. im Menü II mehr als 1 g pro kg Sellerie als unbeabsichtigte Vermischung enthalten sein könnte. Nicht alle Betriebsverantwortlichen können eine solche Frage in der Hektik des Alltags mit Sicherheit beantworten. Solche Fragen sind ausgesprochen schwierig, denn es geht ja auch darum, eventuelle Kreuzkontaminationen zu berücksichtigen und da fehlt den Gastronomen häufig die Kontrolle über alle Prozesse bezüglich Arbeitsutensilien, Lagerung und Transport.

Im Sinne der Betroffenen waren wir an einer pragmatischen und transparenten Lösung des Problems interessiert. Wir haben deshalb in Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber die Abmachung getroffen, dass es im Zweifelsfall besser ist, wenn der Wirt sagt, dass er eine gewisse Auskunft nicht geben kann, als dass er trotz Unkenntnis eine Speise als "frei von" deklariert, obwohl das gar nicht der Fall ist. Besser zum Unwissen stehen und den Kunden vielleicht verlieren, als eine falsche Auskunft geben und gesundheitliche Probleme riskieren.

Auch Unternehmen können Beratung einholen. Was sind hier die Fragen?

Bei den Unternehmen geht es meistens darum, dass sie ein Allergenmanagement aufsetzen möchten. Die Betriebe planen z.B. eine neue Betriebsanlage und haben das Problem, dass im Betrieb verschiedene Rohstoffe gelagert werden, die nicht miteinander in Kontakt kommen dürfen. Auch Fragen nach der korrekten Reinigung von Produktionsanlagen bzw. generell nach der Vermeidung von Kreuzkontaminationen werden oft gestellt.

In der Schweiz haben wir die sehr vorteilhafte Situation, dass wir bereits bei der Planung neuer Produktionslagen mit einbezogen werden. Der Vollzug der Lebensmittelgesetzgebung, d.h. die Lebensmittelkontrolle obliegt in der Schweiz den Kantonschemikern, die die Kantonallabors leiten. Mit diesen wichtigen Behörden besteht eine sehr gute fachliche Zusammenarbeit bei Fragen und Problemstellungen, die mit Allergien und Unverträglichkeiten zu tun haben. Die Betriebe kommen oft bereits sehr früh auf uns zu, so dass wir wirklich etwas bewirken können, was letztendlich den Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten zugute kommt.

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