Allergologie im Kloster Eberbach

Allergologie im Kloster Eberbach

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Allergien: Die Milch macht’s?

Auch die Rohmilch, die auf Bauernhöfen konsumiert wird, senkt das Allergierisiko der Bauernhofkinder. Hier sind es jedoch nicht eventuelle Keime in der Rohmilch, die eine positive Wirkung entfalten. Vielmehr scheinen gewisse Molkenproteine, die beim Pasteurisieren, d.h. Erhitzen der Milch zerstört werden, eine Rolle zu spielen. "Leider lässt sich aus diesen Erkenntnissen aber nicht schließen, dass der Genuss von nicht erhitzter Milch eine empfehlenswerte Allergieprävention ist – die in roher Milch enthaltenen Keime wie Listerien, EHEC, Brucellen etc. sind höchst gefährlich und können erheblichen Schaden anrichten" so PD Dr. Ege.

Allergietherapie: Wie wirkt die Spezifische Immuntherapie?

Die Wirkmechanismen der Spezifischen Immuntherapie sind noch nicht in volle Maße bekannt. Studien haben jedoch gezeigt, dass eine Spezifische Immuntherapie den Schwellenwert der Mastzellenaktivierung und Basophilenaktivierung verändern und so die IgE-vermittelte Freisetzung von Histamin verhindern kann. "Da die Freisetzung von Histamin ein wesentlicher Faktor bei einer allergischen Reaktion ist, und diese Freisetzung auf die Aktivierung von Mastzellen und Basophilen, d.h. der basophilen Granulozyten zurückzuführen ist, sieht man hier einen Zusammenhang, der noch weiterer Forschung bedarf" berichtete Prof. Dr. med. Cezmi A. Akdis vom Swiss Institute of Allergy and Asthma Research (SIAF).

Allergietherapie – die Therapie wird individueller

Klassischerweise wird auch in der Allergologie ein bestimmtes Krankheitsbild mit einer bestimmten Therapie behandelt, die in der Regel in der jeweils aktuellen Leitlinie definiert wurde. Tendenziell weicht dieser Ansatz jedoch einer individuelleren Betrachtungsweise, die u.a. den Phänotyp der Erkrankung, d.h. die individuelle Ausprägung und Symptomatik, stärker in den Fokus rückt.

So hat man z.B. das Krankheitsbild Asthma in mehrere Untergruppen unterteilt und für jede dieser Untergruppen individuelle Therapieansätze definiert. Ausschlaggebend für die Einteilung in Untergruppen, für die entsprechende Biomarker entwickelt wurden, sind dabei sowohl die jeweiligen Auslöser des Asthmas, im Falle eines Allergischen Asthmas das Allergen, als auch die Symptomatik. "Für die Zukunft erwartet man sich von diesem personalisierten Ansatz auch Fortschritte in Bezug auf Prognose und Prävention" betonte Prof. Thomas Bieber, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie an der Universitätsklinik in Bonn.

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