Allergologie im Kloster Eberbach

Allergologie im Kloster Eberbach

Allergologie im Kloster - fachübergreifende Informationen auf höchstem Niveau

Die Veranstaltung hat Tradition. Bereits zum 10. Mal ist es Prof. Ludger Klimek, dem Initiator und Tagungsleiter der Veranstaltung "Allergologie im Kloster" gelungen, im Frühsommer führende Allergieexperten in den ehrwürdigen Mauern des Klosters Eberbach zu versammeln. Die Referenten boten den Kongressbesuchern eine gute Mischung aus neusten Erkenntnissen der Allergieforschung und praktischen Tipps zu Allergiediagnose und –therapie. "Über 1.000 Kongressteilnehmer und ausgebuchte Workshops machen deutlich, dass wir mit unserem Programm das Interesse der Kollegen gut getroffen haben" resümierte Prof. Klimek bei der Begrüßung.

Allergiefrei durch den Stall?

Zahlreiche Studien konnten es belegen: Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, leiden deutlich seltener an Heuschnupfen und Allergischem Asthma als die Kinder im Nachbarhaus ohne Stall und auch allergische Sensibilisierungen findet man bei den Bauerhofkindern signifikant seltener. Woran liegt das? Vor allem zwei Faktoren spielen eine Rolle: 1. Der Aufenthalt im Kuhstall und 2. Der Konsum unbehandelter Kuhmilch. Um einen protektiven Effekt im Hinblick auf die Entwicklung von Allergien zu erzielen, scheint jedoch eine pränatale Exposition wichtig zu sein. "Konkret heißt das, hält die Mutter sich bereits in der Schwangerschaft regelmäßig im Kuhstall auf, trinkt sie unbehandelte Rohmilch und kommt auch das Kind von Anfang an mit diesen Dingen regelmäßig in Berührung, sinkt das Allergierisiko des Kindes substanziell" erklärte PD Dr. Markus Ege, Dr. von Haunersches Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Allergieschutz durch Mikroben und Co.?

Wie kommt es zu diesem "Bauernhofeffekt"? Man vermutet, dass die mikrobielle Exposition in Ställen einen Anteil an der protektiven Wirkung hat, d.h. Bakterien, Schimmelpilze, Mikroben etc. die man in Ställen in reicher Vielfalt vorfindet, scheinen vor Allergien im Kindesalter zu schützen. Bisher unbeantwortet bleibt die Frage, welcher Teil der mikrobiellen Exposition konkret für diese Schutzfunktion verantwortlich sind bzw. ob die richtige Mischung entscheidend ist. Mit weiteren Studien will man dieser Frage, sowie der Umsetzung dieser Erkenntnisse in wirksame Therapien nachgehen.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.