Allergie: Frankfurter Allergologenrunde trifft sich an der Uniklinik

Vor einem Fachpublikum fand das Frühjahrstreffen der „Frankfurter Allergologenrunde 2014“ auf dem Gelände der Frankfurter Uniklinik der Goethe Universität statt. Die Allergologen-Veranstaltung wurde von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin ausgerichtet. Die Referenten gaben einen spannenden Überblick über neue Diagnosemöglichkeiten und Therapieoptionen in der Allergologie.

Urtikaria - neue Leitlinie zeigt verbesserte Therapieoptionen auf

Urtikaria ist eine komplexe Erkrankung, bei der es zur Bildung unschöner Quaddeln und Bläschen, Juckreiz und Hautrötungen kommen kann. Insbesondere die Therapie der Urtikaria bereitet vielen Dermatologen Kopfzerbrechen, denn nicht alle Mechanismen, die der Erkrankung zugrunde liegen, sind geklärt. Eine neue Urtikaria Leitlinie, die in diesen Tagen veröffentlicht werden soll, schafft hier mehr Klarheit für die behandelnden Ärzte. Die Leitlinie wurde unter Mitwirkung zahlreicher Experten erstellt und basiert auf deren langjähriger Erfahrung aus der Praxis. Privatdozentin Dr. med. Petra Staubach-Renz, Leiterin der Urtikaria und Angioödem-Sprechstunde der Hautklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, die an der Erarbeitung der Leitlinie beteiligt war, stellte die Leitlinie vor. Diese repräsentiert den aktuellsten Wissensstand deutscher Spitzenmediziner zum Krankheitsbild Urtikaria.  

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Urtikarie-Leitlinie - Empfehlungen zur wirksameren Urtikaria Therapie

Neu ist zunächst, dass zur Therapie der Urtikaria ausschließlich Antihistaminika der 2. Generation empfohlen werden, da diese im Gegensatz zu älteren Produkten keine sedierende, d.h. "einschläfernde" Wirkung mehr haben. Auch wird in der Leitlinie empfohlen, die Dosis der Antihistaminika off-label bis maximal zur 4-fachen Dosis zu erhöhen, wenn sich unter der Einstiegsdosis innerhalb einer gewissen Frist keine Besserung einstellt. Von "off-label" spricht man dann, wenn ein Wirkstoff in einer höheren Dosis als zugelassen eingesetzt wird oder wenn er für eine Erkrankung eingesetzt wird, für die er nicht zugelassen wurde. Durch die höhere Dosierung konnte in der Praxis in vielen Fällen eine Symptomfreiheit erreicht werden, so dass sich aus der Empfehlung neue Therapieoptionen ergeben.

Für schwere Urtikaria Fälle gibt die neue Urtikaria Leitlinie die Empfehlung des – ebenfalls off-label - Einsatzes von zwei Wirkstoffen, die sich in der Praxis als wirkungsvolle Urtikaria Therapie erwiesen haben: Cyclosporin A und Montelukast. Ebenfalls empfohlen wird in der Leitlinie der gerade von der Europäischen Union für Urtikaria zugelassene Wirkstoff Omalizumab. Mit allen drei Wirkstoffen hat man bei der Behandlung von schweren Urtikaria Fällen sehr gute Erfahrungen gemacht.

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