Düsseldorfer Allergietage 2014

Düsseldorfer Allergietage 2014

Düsseldorfer Allergietage 2014: Allergien nehmen zu – neue Therapieoptionen!

Mikroorganismen – welche Rolle spielen sie bei Allergien?

pausengespraeche bei den duesseldorfer allergietagenPatienten nutzen die Pausenge-spräche für weitere Fragen Mikroorganismen spielen bei der Reifung des Immunsystems und bei der Ausbildung der ersten primären Schutzmechanismen eine wesentliche Rolle. Eine Reihe von Mikroorganismen wird vom Immunsystem sogar toleriert, verbleibt im Körper und übernimmt dort bestimmte Funktionen. Der Mensch geht also mit bestimmten Mikroorganismen eine Art Zwecksymbiose ein - allein im menschlichen Darm findet man ca. 160 Bakterienarten. Störungen in diesem Bereich, z.B. wenn die Anzahl der Mikroorganismen zu gering ist, können ebenfalls die Entstehung von Allergien begünstigen. Damit schließt sich der Kreis, denn der westliche Lebensstil, der durch sehr hohe Hygienestandards den Kontakt des frühkindlichen Organismus mit Mikroorganismen stark einschränkt, wirkt sich dadurch allergiefördernd aus.

Die Epigenetik – wie beeinflusst sie die Entstehung von Allergien?

Mit Epigenetik bezeichnet man die umweltbedingte Veränderung der Aktivitäten der Gene, ohne dass die DNA-Sequenz dabei verändert wird. Z.B. kann der durch starken Verkehr verursachte Feinstaub dazu führen, dass bestimmte Gene stärker aktiviert werden.

Allergie – was kann man tun?

Zur Vermeidung von Allergien gibt es eine Reihe von Empfehlungen der WAO:

•    Säuglinge stillen und ab 4. Monat Beikost zufüttern
•    Allergene nicht vermeiden, d.h. auch nicht präventiv die Haustiere abschaffen
•    Den Kontakt zur Natur suchen, um in Kontakt zu Mikroorganismen zu kommen
•    Regelmäßige Körperliche Betätigung
•    Gesunde Ernährung mit viel Fisch, Obst Gemüse und gutem Öl
•    Zurückhaltender Einsatz von Antibiotika um die Darmflora nicht zu zerstören
•    Der Nutzen von mit Probiotika angereicherten Nahrungsmitteln lässt sich noch nicht abschließend beurteilen  
•    Nicht Rauchen, insbesondere nicht im Beisein von Kindern

Wenn die Allergie bereits besteht empfiehlt die WAO:

•    Regelmäßige körperliche Betätigung
•    Gesunde Ernährung mit viel Fisch, Obst Gemüse und gutem Öl
•    Der Nutzen von mit Probiotika angereicherten Nahrungsmitteln lässt sich noch nicht abschließend beurteilen  
•    Nicht Rauchen, insbesondere nicht im Beisein von Kindern
•    Symptomkontrolle durch eine gute medikamentöse Therapie
•    Allergen-spezifische Immuntherapie oder auch Hyposensibilisierung durch eine Subcutane Spezifische
Immuntherapie oder eine Sublinguale Spezifische Immuntherapie. Diese Therapie setzt bei der Förderung der Toleranzentwicklung des Immunsystems an. Ziel ist es, das Immunsystem mit Hilfe einer Hyposensibilisierung dazu zu bringen, Allergene als "normal" zu tolerieren.

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