Funktion der Nase

Prof. Dr. Ludger Klimek Leiter Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden

Wozu braucht man seine Nase?

Die Nase als Befeuchter

Die Nase befeuchtet die eingeatmete Luft mit Hilfe eines Flimmerepithel und mit Hilfe von Drüsenzellen, die in der Schleimhaut liegen, u.a. die Becherzellen. Diese Zellen bilden ein Sekret, das auf die Oberfläche der Epithelzellen aufgebracht wird. Die Sekretschicht ist sehr dünnflüssig und liegt normalerweise auf der Nasenschleimhaut so auf, dass sie die Flimmerhärchen gerade so bedeckt bzw. knapp darüber hinausgeht. Aus dieser Schicht wird Feuchtigkeit in den Atemstrom abgegeben, sie erfüllt aber gleichzeitig auch eine Reinigungsfunktion.

Die Reinigungsfunktion der Nase

Zudem befindet sich auf dieser Schicht eine weitere sehr dünne Gelschicht, die ebenfalls gerade so in die Oberfläche der Flimmerhärchen hineinragt. Durch die Bewegung der Flimmerhärchen wird die Gelschicht ständig in Richtung Nasen-Rachenraum verschoben. Sämtliche Partikel, bleiben an dieser Gelschicht haften und werden durch die Bewegung der Flimmerhärchen in Richtung Rachen abtransportiert. Die Schlagfrequenz der Flimmerhärchen liegt bei ca. 10 Herz, was einem Transportweg von ca. 2 cm pro Minute entspricht. All diese Faktoren zusammen bedingen eine relativ konstant temperierte und befeuchtete transnasal erzeugte Aufsättigung der Luft für die Lunge. Etwa 700 ml Flüssigkeit täglich fallen für diesen Prozess an, das entspricht ungefähr 20 bis 25 Prozent des täglichen Flüssigkeitsverbrauchs  –  eine für dieses kleine Organ ganz erhebliche Menge.

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