Allergien – Maßnahmen und neue Therapien

Calcineurin-Inhibitoren – eine Alternative zu Kortison

Medikamente mit Calcineurin-Inhibitoren hingegen, die erst seit einigen Jahren zur Verfügung stehen, werden von manchen Patienten in einem höheren Maße akzeptiert und führten, so Prof. Klimek, in mehreren Studien schnell zu positiven Ergebnissen. Genannt wurden hier insbesondere ein verminderter Juckreiz und seltenere Ekzemschübe. Calcineurin-Inhibitoren wirken lokal und auch die Anwendung im Gesichtsbereich ist möglich.

Anaphylaxie  –  wie sieht die Therapie aus?

Besteht eine Anaphylaxie ist die Therapie zugleich eine lebensrettende Maßnahme, denn bei einer anaphylaktischen Reaktion kommt es in erster Linie auf eine schnelle Hilfe an. Wie Prof. Klimek berichtete erzielt man die mit Abstand schnellste und weitreichendste Wirkung auf alle Symptome des Anaphylaktischen Schocks mit der Gabe von Adrenalin. Dies gilt auch für Symptome an der Haut, wie Urticaria und dem Angioödem.

Der sicherste Weg der Adrenalinzufuhr ist laut Prof. Klimek die Nutzung eines Autoinjektors. Hier tritt die Wirkung bereits nach 5 Minuten ein und hält 30 Minuten vor. Deshalb sollten Anaphylaxie-Patienten immer ein Notfall-Set mit sich führen. Dieses sollte einen Adrenalinautoinjektor, ein Antihistaminikum sowie Glucocorticoid enthalten, bei Menschen mit Asthma zusätzlich ß2-Sympathomimetikum. Die Kosten für das Notfall-Set werden von den Krankenkassen übernommen. Wichtig ist es auch, dass Betroffene ihren Anaphylaxie-Pass immer mit sich führen, damit im Notfall auch Außenstehende über wichtige Informationen verfügen.

Rhinitis - topische Steroide und Anithistaminika in Kombination

Patienten mit allergischer Rhinitis, also einer Pollenallergie, werden oft mit nasalen Glukosteroiden behandelt, d.h. mit Nasensprays, die Kortison enthalten. Allerdings, so führte Prof.  Klimek in seinem Vortrag aus, kann das Kortison auch hier zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Außerdem haben Studien, auch im internationalen Umfeld, ergeben, dass gerade Heuschnupfen-Patienten häufig mehrere Präparate parallel einsetzen und so nicht optimal versorgt werden, was laut Prof. Klimek daran liegt, dass sich hier viele Patienten mit OTC-Präparaten selbst versorgen.

Ein Kombinationspräparat, das ein topisches Steroid (Kortison) mit einem Antihistaminikum (anti-entzündlicher Wirkstoff) kombiniert, könnte hier eine Alternative bieten. Wie Prof. Klimek ausführte, haben Studien belegt, dass die Kombination der beiden Wirkstoffe dazu führt, dass die klassischen Symptome wie Naselaufen, verstopfte Nase und Niesreiz und auch Augenentzündungen in deutlich kürzeren Behandlungszeiträumen gemildert werden, als dies bei anderen Wirkstoffen der Fall ist. 

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