Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind

Aileen Weber im Interview zur Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind!

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind: Infos off- und online!

AAK – diese Abkürzung steht für die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind, die sich schon seit 40 Jahren für allergiekranke Kinder und deren Familien einsetzt. Mit der Zeit hat sich das Informationsbedürfnis der Mitglieder geändert und damit auch das Angebot des Vereins. MeinAllergiePortal sprach mit Aileen Weber, die den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der AAK betreut, darüber, wie die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind off- und online informiert.

Frau Weber, die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind AAK richtet sich an die Eltern allergiekranker Kinder, weshalb wenden sich Ihre Mitglieder an Sie?

Prinzipiell kommen Eltern wegen verschiedenster allergischer Erkrankungen ihrer Kinder zu uns. Die häufigste Allergie, also die, unter der viele der Kinder leiden, deren Familien wir begleiten, und die sich durch alle Altersstufen zieht, ist aber der „Heuschnupfen“, besser gesagt die Pollenallergie.

Weiterhin häufig sind, insbesondere im Säuglings- und Kleinkindalter, Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten. Hier erreichen uns sehr häufig Anfragen von Eltern deren Kind/deren Kinder unter einer Allergie gegen Kuhmilch oder Hühnereiweiß oder einer Erdnussallergie leiden, die ja recht häufig aufgrund der Stärke der allergischen Symptome - Stichwort: Anaphylaxie besondere Probleme mit sich bringen.

Viele der Kinder, bzw. deren Familien, die sich an uns wenden um Selbsthilfewege zu gehen oder sich „weiterentwickeln wollen“ und dazulernen wollem, leiden aber nicht nur an einzelnen Allergien, sondern sind häufig multiple Allergiker oder an weiteren Erkrankungen des atopischen Komplexes, sprich auch an Asthma oder Ekzemen, erkrankt.

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Die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind hilft bei medizinischen, sozialen, psychischen und rechtlichen Problemen. Wo besteht der größte Bedarf?

Der Bedarf, also der Bereich, in dem die größten Probleme bestehen, richtet sich recht häufig nach dem Alter der Kinder. Es gibt aber durchaus auch Probleme und Beratungsbedarf in allen Altersstufen.

Altersübergreifend sind es insbesondere Fragen des Umgangs mit der Erkrankung in Bezug auf das Umfeld und der Erziehung - die an sich schon eine große Herausforderung ist. Bei einem chronisch erkrankten Kind stehen wir als Eltern noch vor weiteren, individuellen Aspekten. Viele Kinder erleben Einschränkungen in KiTa, Schule und Ausbildung, da sie krankheitsbedingt mitunter häufigere Fehlzeiten haben und teilweise erheblich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind - hier entstehen dementsprechend auch rechtliche Fragestellungen.

Eltern von Kindern aller Altersstufen erleben leider häufig, dass die Erkrankung der Kinder im Umfeld abgetan, also heruntergespielt wird.

Es fallen Sätze wie "Es ist doch nur Asthma/Neurodermitis/eine Allergie, damit kann man doch gut leben!". Sicherlich lässt sich mit den atopischen Erkrankungen „gut leben“, wenn die Medikation eingestellt ist, die medizinische Betreuung gesichert ist und das Umfeld im richtigen Umgang mit Notfallsituationen geschult ist. Bis dahin ist es aber häufig ein langer Weg, der Eltern und Kinder gleichermaßen belastet!

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Sie erwähnten die rechtlichen Fragestellung...

Mit der Gleichstellung chronischer Erkrankungen mit Behinderungen besteht auch im Hinblick auf Aspekte des Schwerbehindertenrechts ein steigender Beratungsbedarf:

  • Was ist der sogenannte GdB, Grad der Behinderung?
  • Welche Einstufung würde mein Kind bekommen?
  • Was für Vorteile und Nachteile, auf rechtlicher und sozialer Ebene, bringt so ein Schwerbehindertenausweis mit sich?

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